Aktivitäten Hambach


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Am 15.05.2009 starten wir gegen 8.00 Uhr in Richtung Hambach zur Burg Obbendorf, einer der ältesten Burganlagen im Rheinland und heute ein Feinschmeckertempel. Hier erwartet uns die Familie Müller mit einem Frühstücksbüfett und weiteren Ehrengästen.Auf dem Weg zur Burg werden wir von einem Reiterschaubild begleitet. Nach diesem Empfang wandeln wir auf den Spuren des Heiligen Arnoldus durch das Vorfeld des Tagebaus Hambach in Richtung Sindorfer Mühle, vorbei an den noch umzusiedelnden Orten Morschenich, Manheim und Gellrath. Auf unserem Weg passieren wir auch das Elternhaus des berühmtesten Umsiedlers des Rheinischen Reviers. Wir verraten nur, dass sein Sohn im Zeichen des Pferdes siebenmal Weltmeister wurde. An der neuen Kartbahn M. Schumachers verabschieden wir uns von euch mit dem irischen Volkslied „Wir kamen als Fremde und gehen als Freunde".

Abends gemütliches Beisammensein am Backofen Sindorfer Mühle.

 

 

Tagesbericht

Schon früh am Morgen, waren die ersten Geräusche vom Hof zu vernehmen, als die Pferde gefüttert und für die Weiterreise vorbereitet wurden, sowie der Abbau der Wagen und Ausstellung des Vorabends begann. Für 9 Uhr war die erste Station des Tages angesetzt und da mit ihr ein „fürstliches Frühstück“ versprochen wurde, musste der Treck rechtzeitig die Weiterreise antreten. 

Pünktlich um 9 Uhr polterten die Wagen bereits einige Kilometer weiter über den Hof der Burg Obbendorf. Bei sonnigem Wetter begrüßte der Burgherr, Herr Müller, den Treck und eröffnete damit das Programm. Bevor der Staatssekretär Herr Schink vom Umweltministerium zu Wort kam, dürfte zunächst Frau Ronig, die den Treck einige Tage mit ihrem Kaltblutpferd begleitete, auf die wieder erstarkende Bedeutung von Rückepferden als nachhaltige Alternative zu modernen Maschinen aufmerksam machen. Dass ihr Pferd an den richtigen Stellen die Bedeutung der Rede durch Wiehern zu unterstreichen schien, sorgte bei den Zuhörern für das eine oder andere Schmunzeln. 

Danach kam der Staatssekretär schließlich zu Wort und wie alle Redner der letzten Tage, merkte man auch ihm an, wie gut er sich mit den Titanen on Tour und der Bedeutung des nachgestellten Siedlungstrecks beschäftigt hatte. Neben dem Hinweis auf die Europawahl räumte er im Blick auf die Wirtschaftlichkeit auch ein, Rückepferde in örtlichen Projekten einzubinden. 

Weitere Redner kamen zu Wort, bis Dieter Habermann den Kindern der Grundschule Hambach schließlich die versprochenen 10 Exemplare des Buches „Die abenteuerliche Auswanderung“ überreichte und sich für die fantastische Unterstützung bedankte. Das Schlusswort hatte dann der Burgherr noch einmal selbst, der mit einer Sage die Feierstunde abschloss und das Büffet eröffnete.  

Weiter ging es zum Rathausplatz von Niederzier, wo der Bürgermeister den Treck freundlich begrüßte und sich zahlreiche Schaulustige versammelt hatten. Als Andenken an die Durchfahrt bekam jeder Fahrer eine Urkunde. Nach der Verabschiedung ritt auch Thomas Keuten, als Karl der Große, mit seinem Gefolge zu seinem Reiterhof zurück, während sich der Planwagenzug zum Hambacher Tagebau begab. 

Der Leiter des Tagebaus begrüßte die Titanen äußerst freundlich und lud zum Mittag essen ein. So schloss sich die Mittagspause an die Reden der Beteiligten an und die Feuerwehr des riesigen Tagebaugeländes fuhr vor, um die Pferde mit Wasser zu versorgen. 

Als man sich schließlich auf den Weg nach Manheim machte, begann der Himmel langsam dunkler zu werden und bei der Durchquerung eines Waldes begann es schließlich zu regnen. Trotz des schlechten Wetters warteten bereits viele Ortsansässige in Manheim auf den Treck und die Ortsvorsteherin, Frau Lambertz, begrüßte die Durchreisenden freundlich. Manheim wird in den nächsten 20 Jahren komplett umgesiedelt um den Tagebau Platz zu machen. Dieser Umstand machte den Aspekt der Besiedlung den Leuten vor Ort nur allzu gegenwärtig. 

Am frühen Abend erst erreichte der Treck die Sindorfer Mühle und damit das Ziel der Etappe, den Hof von Hubert Fassbender. Auch hier hätte der Empfang kaum besser sein können und der großzügige Hausherr hatte für die Verpflegung bereits gesorgt. Bei Gulasch und Gegrilltem konnte man es sich gemütlich machen, bis die regionalen Presseorgane noch eine Stunde einberäumt bekamen, um alle wichtigen Fragen zum Treck zu klären. Danach ließ man den Abend im Keller der Wassermühle neben dem beeindruckenden Mahlwerk ausklingen.
Text im Auftrag des Veranstalters: Jens Habermann 

 

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