Etappe Di., 26.05.2009 von SCHLOß NEUHAUS nach Detmold


Tagesbericht

Der erwartete Regen war ausgeblieben und so hielt sich die Wärme über Nacht, sodass das Thermometer bereits gegen 5 Uhr Morgens 23 Grad Celsius anzeigte. Die Übernachtung in der nahe gelegenen britischen Kaserne war trotz eines nächtlichen Alarms problemlos verlaufen und das gewöhnungsbedürftige britische Frühstück in der Mensa für die Streitkräfte auf dem Standort nahmen die meisten mit einem Schmunzeln hin. 

Die Etappe sollte diesmal jeder Wagen für sich bestreiten, da kein Polizeischutz vorgesehen war und die Fahrt als Treck sich als schwierig erwiesen hatte, wenn Autos zwischen den Fuhrwerken einlenkten um den Zug Stück für Stück zu überholen. Als der Wagen der Porter-Brauerei gerade vom Hof gerollt war um sich als erster auf den 27km langen Weg zum Freilichtmuseum Detmold zu machen, trafen schließlich doch noch Einsatzkräfte der örtlichen Polizei ein und so rollten die Planwagen schließlich geschlossen vom Hof. 

Das Freilichtmuseum Detmold stellte ein weiteres Highlight der Tour dar, denn auf 100 Hektar Land wurden hier mehrere mittelalterliche Dörfer nachgebaut, umgeben von wunderschönen Wald-, Wiesen- und Feldlandschaften. Als besondere Ehre dürfte der Treck in einem dieser Dörfer übernachten und den Besuchern der Anlage das Projekt „Titanen on Tour“ näher bringen. Die mittelalterlichen Planwagen passten nicht nur wunderbar in das Ambiente des Parks, sondern erregten auch schnell Aufmerksamkeit bei den Besuchern, als sie am Nachmittag über die Sandwege rollten und sich neben einer Windmühle direkt vor dem Dorf platzierten. 

Kurz vor dem Etappenziel, sorgte noch eines von drei Mulis, die den Treck derzeit neben den mächtigen Kaltblutpferden begleiten, für Aufregung. Das störrische Tier hatte sich, bereits auf dem Museumsgelände, losgerissen und marschierte querfeldein davon, offenbar ebenfalls von der herrlichen Umgebung angetan. Bis der Vierbeiner wieder unter Kontrolle seines Besitzers war verging einige Zeit und so gab es bei der Ankunft gleich einiges zu Lachen und zu Erzählen. 

Am Abend war die ganze Mannschaft zum Essen eingeladen. Im Museumsdorf, unweit der Unterkünfte, lag die Gaststätte „Zum Weißen Ross“, die nicht nur von außen, durch den Zusammenbau von drei mittelalterlichen Gutshäusern beeindruckte, sondern auch in den Räumlichkeiten durch Gemütlichkeit und das gute Essen überzeugen konnte. Allen Treck-Mitgliedern wurde eine ortsübliche Spezialität, eine besondere Form von Lasagne mit Hackfleisch, Kartoffelbrei und Käse, kredenzt, sowie ein Salatteller. Zufrieden und gesättigt konnte man den Abend ausklingen lassen und sich auf den nächsten Morgen freuen, denn ein Ruhetag auf diesem schönen Gelände stand vor der Tür.
Text + Fotos im Auftrag des Veranstalters: Jens Habermann  

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