Etappe Sa., 16.05.2009 von SINDORF, KERPEN nach Rheindorf


Highlight der heutigen Etappe : Überquerung des Rheins (von Langel nach Hitzdorf / Leverkusen) mit der Fähre!
Eine Premiere für die Brandenburger Kaltblüter!

Tagesbericht

Fährt man heutzutage bei Köln über den Rhein, so nimmt man die Autobahn und rauscht über die gut ausgebauten Brücken, ohne von dem größten Fluss Deutschlands viel Kenntnis zu nehmen. Ganz anders gestaltet sich diese Aufgabe, wenn man mit einem Treck aus Planwagen vor dem fließenden Gewässer steht. 

Während die ursprünglichen Siedler sich hier wohl eine Furt gesucht haben dürften, an der die Strömung möglichst minimal und die Wassertiefe möglichst gering ist, hatten die Titanen on Tour eine weitaus komfortablere Lösung: die Fähre. Trotz dieser scheinbar leichten Lösung gab es in den vorangegangenen Tagen bereits zahlreiche Diskussionen zu dem Thema, die deutlich machten, wie schwierig sich diese Aufgabe gestalten würde. 

In die engere Auswahl schaffte es schließlich der Vorschlage, jedes Pferd mit so genannten Schonern, einer Art Schuh mit Gummisohle auszustatten, um das rutschen mit den Hufeisen auf der stählernen Fähre zu vermeiden. Da Schoner jedoch nicht zu diesem Zweck gebaut werden und nicht jedes Pferd sich bereitwillig Schuhe anziehen lässt, entschied man sich am Ende dagegen. 

Stattdessen wählte man die langwierigere aber weitaus sicherere Methode des Ausspannens und Verladens. Für die Schaulustigen vor Ort war diese Technik zwar nicht so beeindruckend anzusehen, aber die Sicherheit der Tiere ging selbstverständlich vor. 

Und so fuhren jeweils 2 Wagen zum Fluss hinunter, wo bereits 2 PKW mit Pferdeanhängern warteten. Die Pferde wurden ausgespannt und in den Anhängern untergebracht, während der Wagen von den Fahrern und Helfern auf die Fähre geschoben wurde. Am anderen Ufer wurde die Pferde dann wieder vor die Wagen gespannt, nachdem diese von der Fähre geschoben wurden und es konnte weiter Richtung Reiterhof gehen. 

Ein besonders ruhiges Gespann führte schließlich auch noch vor, das die Methode mit den Schonern ebenfalls funktionierte und fuhr direkt auf die Fähre und auf der anderen Seite wieder hinunter. Eine schöne Vorführung, die auch den Zuschauern gefiel. 

Da die gesamte Überquerung zwei Stunden dauerte und bei jeder Überfahrt nur 2 Gespanne auf der Fähre Platz hatten, absolvierten die Gespanne die letzten 4 Kilometer dann selbständig und erst auf dem Reiterhof traf man sich wieder. Auch die neuen Fahrer für die nächste Woche waren bereits eingetroffen und so gab es viel zu berichten und auszutauschen, als man am Abend beim Feuer zusammen saß und sich von dieser besonderen Etappe erholte.
Text im Auftrag des Veranstalters: Jens Habermann 

 

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