Etappe Fr., 22.05.2009 von WELVER nach Lipperode


Die erste bekannte urkundliche Erwähnung des Ortes Lipperode geht auf eine Urkunde des Klosters Liesborn aus dem Jahre 1248 zurück.
Lipperode ist ein Ortsteil von Lippstadt, Kreis Soest, in Westfalen nördlich der Lippe mit 4.144 Einwohnern. Das Gemeindewappen zeigt über Burgmauern die Lipperose mit Kelch- und Blütenblättern. Lipperode gehörte bis zum Jahre 1920 dem Fürstentum Lippe und bis 1947 zum Freistaat Lippe. Von 1947 bis 1949 gehörte Lipperode dem Regierungsbezirk Detmold und wurde danach als selbständige Gemeinde dem Kreis Lippstadt angegliedert.

 

Tagesbericht

Vor den Ruhetagen und dem damit verbundenen Schützenfest am Wochenende stand noch einmal eine lange Etappe von 35 Kilometern auf dem Programm. Durch die etwas ausgiebigeren Feierlichkeiten zu Himmelfahrt, konnte man beim gemeinsamen Frühstück mit dem Bürgermeister das eine oder andere müde Gesicht erblicken. Als es aber daran ging, die Pferde vorzubereiten und spätestens als die Wagen zum Aufbruch bereit waren, hatte das gute Wetter alle aufgeweckt und die Fahrt konnte beginnen. 

Bei herrlichem Sonnenschein ging es über zahlreiche Nebenstraßen und Waldwege in Richtung Lipperode, wo der ortsansässige Schützenverein eingeladen hatte. Am Zielort ging es nicht minder rege zu Werke, denn auch hier galt es noch einige Vorbereitungen zu treffen, Stände aufzubauen und die vorfahrenden Begleitfahrzeuge des Trecks unterzubringen. 

Neben den Planwagen und der Porter-Kutsche wird der Treck von einer ganzen Reihe von LKWs mit Anhängern, einem Traktor, Kleinbussen und einigen PKWs begleitet, um alle wichtigen Ressourcen zu transportieren. Ein Sattelzug der Spedition Siefke transportiert immer einen Ersatz-Planwagen, um vor eventuellen Ausfällen gewappnet zu sein, sowie das Futter für die Pferde und zahlreiche andere nützliche Dinge. 

Außerdem gibt es einen Lastkraftwagen, in dem sämtliche Pferdegeschirre aufbewahrt werden, der Traktor dient zum Be- und Entladen, sowie zum Futtermitteltransport auf den Reiterhöfen und in den Anhängern werden Ersatzpferde mitgeführt, die im eventuellen Fall einer Verletzung einspringen können. 

Nach einer problemfreien, aber langen Etappe polterten die Fuhrwerke kurz nach 17 Uhr über den Asphalt von Lipperode und wurden von einer großen Schar an Zuschauern freundlich begrüßt. Auf dem ersten Planwagen ließ es sich Organisator Thomas Haseloff, gemeinsam mit seiner Familie, nicht nehmen, als erster auf dem Grundstück des Schützenvereins einzufahren. 

Begleitet von Graf Bernhard und umgehend durch den Markgrafen Albrecht den Bären, sowie Erzbischof Wichmann freundlich begrüßt, konnte man die lange Etappe abschließen und sich bei angenehm warmen Temperaturen dem Abendprogramm widmen. Zwei Tage Ruhe hatten sich die Pferde redlich verdient und auch die Fahrer standen den Ruhetagen alles andere als abgeneigt gegenüber. Am Ende einer anstrengenden dritten Woche standen nun nur noch Feierlichkeiten auf dem Programm und am Montag könnte man so mit neuen Kräften wieder aufbrechen und den langen Weg gen Heimat fortsetzen.
Text im Auftrag des Veranstalters: Jens Habermann 

zurück zur Tour-Übersicht Mai